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Ortsgeschichte

Gräberlandschaft auf Wittow

Bestattungsplätze öffnen den Blick in die Vorgeschichte.

Inhaltsverzeichnis

Nobbin und Starrvitz

Der archäologische Exkursionsführer von Fred Ruchhöft beschreibt bei Nobbin ein über 30 Meter langes Hünenbett mit zwei Kammern und südlichen Wächtersteinen. Bei Starrvitz nennt er eine ähnlich große Anlage in einem bewachsenen Hügel am Abzweig nach Kuhle. Beide gehören zur Gräberlandschaft Wittows. Nobbin liegt in der Gemeinde Putgarten; es ist kein Großsteingrab im Ort Wiek.

Belege zu diesem Abschnitt: [3][4]

Ein Grab mit späteren Spuren

Forschungsstand offen · Angaben sind unsicher oder Quellen widersprechen sich. Beachte die Einordnung im Text.

Wikipedia ordnet Nobbin ungefähr 3500–2800 v. Chr. zu. Genannt werden außerdem eine Urnenbeisetzung des 5. Jahrhunderts v. Chr., slawische Keramik und eine arabische Silbermünze des 9. Jahrhunderts. Die Originalgrabungsberichte wurden hier nicht gelesen. Diese sekundären Angaben beweisen keine durchgehende Siedlung oder unveränderte religiöse Nutzung.

Belege zu diesem Abschnitt: [4]

Varnkevitz: eine Rinderdeponierung

Markus Sommer-Scheffler berichtet von einem 1996 bei Varnkevitz durch Küstenabbruch freigelegten Rinderskelett in einer mit Steinen ausgekleideten Grube. Er bezeichnet den Befund als neolithisch, nennt aber kein naturwissenschaftliches Einzelalter. Benachbarte neolithische und slawische Funde dürfen nicht ohne stratigrafischen Nachweis zur Datierung der Tierdeponierung verwendet werden. Pollex behandelt im frei lesbaren Abstract seines Fachaufsatzes Rinderdeponierungen Mitteleuropas allgemein um 3500–2200 v. Chr.; das ist kein Datierungsnachweis für diesen Einzelfund.

Belege zu diesem Abschnitt: [1][2]

Schwarbe und Küstenverlust

Sommer-Scheffler nennt zwei Grabanlagen im Küstenschutzwald bei Schwarbe. Eine Bildunterschrift dokumentiert eine Notbergung 2007. Das Bergungsjahr bezeichnet kein Entstehungsdatum.

Belege zu diesem Abschnitt: [5]

Zeitliche Einordnung

Daten zur Geschichte

  1. ca. 3500–2800 v. Chr.

    Großsteingrab Nobbin

    Die enzyklopädische Zuordnung setzt Nobbin in die Trichterbecherkultur. Die Anlage liegt in Putgarten; ein individuelles naturwissenschaftliches Baudatum wird hier nicht behauptet.

    Beleg und Genauigkeit

    Großsteingrab Nobbin · Einleitung, Beschreibung und Literatur; Grabungsbericht Ewald Schuldt, Jahrbuch 1971 (1972), S. 153–160 wird dort bibliografisch genannt, hier nicht selbst gelesen

    Großsteingrab Nobbin
  2. 5. Jahrhundert v. Chr.

    Eisenzeitliche Nachbestattung in Nobbin

    Wikipedia berichtet eine Urnenbeisetzung im älteren Großsteingrab. Diese Angabe ist hier sekundär belegt; der Originalbefund wurde nicht gelesen.

    Beleg und Genauigkeit

    Großsteingrab Nobbin · Einleitung, Beschreibung und Literatur; Grabungsbericht Ewald Schuldt, Jahrbuch 1971 (1972), S. 153–160 wird dort bibliografisch genannt, hier nicht selbst gelesen

    Großsteingrab Nobbin
  3. 9. Jahrhundert

    Spätere Funde bei Nobbin

    Slawische Keramik und eine arabische Silbermünze werden genannt. Das Münzalter datiert nicht automatisch jede spätere Nutzung des Ortes.

    Beleg und Genauigkeit

    Großsteingrab Nobbin · Einleitung, Beschreibung und Literatur; Grabungsbericht Ewald Schuldt, Jahrbuch 1971 (1972), S. 153–160 wird dort bibliografisch genannt, hier nicht selbst gelesen

    Großsteingrab Nobbin
  4. Mitte des 9. Jahrhunderts

    Frühe Opferfunde auf Arkona

    Ruchhöfts Exkursionsführer ordnet die ältesten dort genannten Niederlegungen der Mitte des 9. Jahrhunderts zu. Arkona liegt außerhalb des Gemeindegebiets Wiek.

    Beleg und Genauigkeit

    Exkursionen zu Bodendenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern: Halbinsel Wittow (Rügen), Radrundfahrt · PDF-Seite 1: Stationen 1 Nobbin, 3 Arkona und 5 Starrvitz; PDF-Seite 2: Impressum

    Exkursionen zu Bodendenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern: Halbinsel Wittow (Rügen), Radrundfahrt
  5. 1829 / 1836

    Kartierte vorgeschichtliche Denkmale

    Sommer-Scheffler wertet Hagenows Karte und das Urmesstischblatt als Zeugnisse verlorener Grabanlagen Wittows aus.

    Beleg und Genauigkeit

    Vorgeschichtliche Grabanlagen auf Wittow, Insel Rügen · 16. März 2013; Absätze 1–3; Bildunterschrift Schwarbe, Notbergung 2007

    Vorgeschichtliche Grabanlagen auf Wittow, Insel Rügen
  6. 1996

    Rinderdeponierung bei Varnkevitz entdeckt

    Ein Küstenabbruch legte die steingefasste Grube mit einem Rinderskelett frei. Der Beitrag nennt keine direkte naturwissenschaftliche Datierung.

    Beleg und Genauigkeit

    Eine neolithische Rinderbestattung bei Varnkevitz auf Rügen · 15. März 2013; Absätze zur Entdeckung 1996, Steinpackung, Rinderskelett und benachbarten Funden

    Eine neolithische Rinderbestattung bei Varnkevitz auf Rügen
  7. 2007

    Notbergung bei Schwarbe

    Die archäologische Veröffentlichung dokumentiert eine Notbergung am Großsteingrab in ihrer Bildunterschrift.

    Beleg und Genauigkeit

    Vorgeschichtliche Grabanlagen auf Wittow, Insel Rügen · 16. März 2013; Absätze 1–3; Bildunterschrift Schwarbe, Notbergung 2007

    Vorgeschichtliche Grabanlagen auf Wittow, Insel Rügen

Gemeinsam weiterforschen

Was noch offen ist

  • Was ergeben die Originalgrabungsberichte für Nobbins Nachbestattungen?
  • Ist für die Varnkevitzer Rinderdeponierung eine direkte 14C-Datierung publiziert?
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Nachlesen und prüfen

Quellen und Fundstellen

Die Ziffern verweisen auf die Belege der einzelnen Abschnitte. Bei Katalognachweisen wurde der Inhalt der Quelle nicht geprüft.

  1. Wissenschaftlicher Beitrag · 1999; Abstract online 2015

    Comments on the interpretation of the so-called cattle burials of Neolithic Central Europe

    Axel Pollex · Antiquity 73, Heft 281, September 1999, S. 542–550; Cambridge University Press

    Fundstelle: Frei lesbarer Abstract und bibliografische Angaben; DOI 10.1017/S0003598X00065091; Aufsatzvolltext nicht ausgewertet

    Original / Volltext frei zugänglich

    Zugriff geprüft am

    Rechte und Nutzungshinweise

    Nur der frei lesbare Abstract wurde ausgewertet. Keine Aussagen aus dem zugangsbeschränkten Volltext.

  2. Wissenschaftlicher Beitrag · 2013

    Eine neolithische Rinderbestattung bei Varnkevitz auf Rügen

    Markus Sommer-Scheffler · Greifbare Zeit – Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

    Fundstelle: 15. März 2013; Absätze zur Entdeckung 1996, Steinpackung, Rinderskelett und benachbarten Funden

    Original / Volltext frei zugänglich

    Zugriff geprüft am

    Rechte und Nutzungshinweise

    Seite nennt CC BY-NC-SA 3.0 Deutschland. Nur eigene Tatsachenzusammenfassung; keine Abbildungen übernommen.

  3. Wissenschaftlicher Beitrag · o. J.

    Exkursionen zu Bodendenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern: Halbinsel Wittow (Rügen), Radrundfahrt

    F. Ruchhöft · Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern e. V.; Download auf mvnet.de

    Fundstelle: PDF-Seite 1: Stationen 1 Nobbin, 3 Arkona und 5 Starrvitz; PDF-Seite 2: Impressum

    Original / Volltext frei zugänglich

    Zugriff geprüft am

    Rechte und Nutzungshinweise

    Keine offene Textlizenz festgestellt. Nur eigene kurze Zusammenfassungen; keine Abbildungen übernommen.

  4. Lexikon · Fassung vom 29. März 2025

    Großsteingrab Nobbin

    Wikipedia-Autorenschaft · Wikipedia / Wikimedia Foundation

    Fundstelle: Einleitung, Beschreibung und Literatur; Grabungsbericht Ewald Schuldt, Jahrbuch 1971 (1972), S. 153–160 wird dort bibliografisch genannt, hier nicht selbst gelesen

    Original / Volltext frei zugänglich

    Zugriff geprüft am

    Rechte und Nutzungshinweise

    Wikipedia nennt CC BY-SA; ausschließlich eigene kurze Zusammenfassungen. Datierung und Nachnutzungen sind hier sekundär belegt, nicht anhand der Originalgrabungsdokumentation.

  5. Wissenschaftlicher Beitrag · 2013

    Vorgeschichtliche Grabanlagen auf Wittow, Insel Rügen

    Markus Sommer-Scheffler · Greifbare Zeit – Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

    Fundstelle: 16. März 2013; Absätze 1–3; Bildunterschrift Schwarbe, Notbergung 2007

    Original / Volltext frei zugänglich

    Zugriff geprüft am

    Rechte und Nutzungshinweise

    Seite nennt CC BY-NC-SA 3.0 Deutschland. Hier nur selbst formulierte Tatsachenreferate; keine Fotos, Karten oder anderen Bearbeitungen übernommen.

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